Körperakupunktur

Die Akupunktur ist im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin eigentlich nur eine der „5 Behandlungs-Säulen“ - dennoch hat sie sich bei uns im Westen als die bekannteste Therapieform der TCM durchgesetzt.

Die Körperakupunktur ist dabei die ursprüngliche, klassische Akupunkturform in China. Es gibt mittlerweile auch etliche andere Mikrosysteme der Akupunktur wie beispielsweise die europäische Auriculotherapie (Ohrakupunktur), die Koreanische Handakupunktur oder die Schädelakupunktur nach Yamamoto (Japan).

Unser Körper ist vergleichbar einem „Autobahnnetz“ von Energieleitbahnen (Meridianen) durchzogen. So können alle Körperstrukturen und Organe ausreichend mit Lebensenergie (chin. ) und Mikrozirkulation des Blutes (chin. xuè) versorgt werden. Von zentraler Bedeutung sind dabei 14 Hauptmeridiane, zwölf beidseitig am Körper verlaufend sowie zwei Sondermeridiane auf der Mittelachse des Körpers, am Rumpf vorne und hinten.
Vergleichbar den Arterien und Venen, die Blut transportieren, versorgen die Meridiane den gesamten Organismus mit und xuè; sie sind lebensnotwendig. Können qi und xue frei fließen und ist der Aufbau derselben u.a. durch eine gute Ernährung gewährleistet, sorgen die Meridiane nicht nur für die uns zur Verfügung stehende Kraft und Vitalität, sondern sind mit-verantwortlich für die Regulation des Stoffwechsels. Sie bestimmen maßgeblich die Geschwindigkeit und Art der Veränderungen auf Zellebene und haben Auswirkungen auf alle Organe und physiologischen Systeme (Immun-, Nerven-, Hormon-System). Die Meridiane haben daher auch Organbezeichnungen (Magen-, Blasen, Herz-Meridian etc). Dies ist aber im Sinne eines zugehörigen Funktions- und Versorgungskreislaufs zu verstehen und niemals 1:1 mit der Körper-Anatomie und den eigentlichen Organen gleichzusetzen.
Auf den Meridianen liegen insgesamt 361 spezielle Punkte – kleinste Energiespeicher und Verdichtung von elektromagnetischer Energie unter der Hautoberfläche. Genau an diesen Punkten sind die Meridiane bzw. ist das gesamte Körpersystem der Akupunktur (oder auch anderen Methoden wie etwa Akupressur oder Tuina) besonders zugänglich. Vergleichbar einem kleinen „Sendemast“ kann hier ein Impuls in den Körper eingebracht werden, der dann den „Stromfluss“ in den Leitbahnen verändert, beruhigt, anregt... Und durch Kenntnis und gezielte Nutzung der untereinander in Verbindung stehenden Regelkreisläufe können auf diese Art sämtliche Körperstrukuren und -Systeme zielgerichtet beeinflusst werden.

Akupunktur bedeutet, dass feine Einmalnadeln in die Haut gestochen werden und für ca. 15-20 Minuten verbleiben. Je nach Diagnose und Patient variieren dabei Durchmesser der Akupunkturnadeln, Verweildauer, die Einstichtiefen sowie die Nadeltechniken (anregend, beruhigend, stützend, lösend etc).

In meiner Praxis ergänze ich die Akupunkturbehandlung je nach Diagnose auch mit anderen Verfahren wie der Moxibustion, dem oder der chinesischen manuellen Therapie (Tuina).